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Horizontale Absturzsicherungen für hochgelegene Arbeitsplätze

Grundsätzlich wird zwischen vertikalen Höhenzugangssystemen (z.B. nach EN 353) und horizontalen Anschlageinrichtungen (EN 795) unterschieden. Weitere Unterscheidungskriterien sind die Dauer des Einsatzes und die Anzahl der Benutzer der Absturzsicherungsmaßnahme (s. Tabelle).

Höhenzugangssysteme
& Absturzsicherungen
Temporäre LösungenPermanente Lösungen
Kollektive Schutzmaßnahmen
(typische Benutzung > 1 Tag)
Einrichtungen, die durch jeden bzw. gleichzeitig genutzt werden können
  • Mobile Leitern
  • Gerüste (feste, mobile)
  • Personenlifte bzw. Hubsteiger
  • Netze
  • Mobile Geländer
  • Ortsfeste Leitern (mit & ohne Rückenkorb) für 75°-90° ansteigende Zugänge
  • Treppen (30°-35° Anstieg)
  • Aufzüge
  • Hängende bzw. abfahrbare Arbeitsbühnen
  • anhebbare Arbeitsplattformen
  • ortsfeste Geländer
Individuelle Schutzmaßnahmen
(typische Benutzung < 1 Tag)
Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz
  • (An- & Ab-) Seil-Systeme
  • (Temporäre) Anschlagpunkte
  • Höhensicherungsgeräte
  • Dreibäume
  • Stahlseil-Systeme
  • Schienen-Systeme bzw. Steigleitern
  • ortsfeste Anschlageinrichtungen

Ist erst einmal ein Gefahrenbereich auf einem hoch gelegenen Arbeitsplatz (z.B. für Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf einem Dach) identifiziert worden, müssen geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. Die Art der auszuführenden Arbeiten und die baulichen Gegebenheiten entscheiden oft schon über die Wahl zwischen individuellen und kollektiven bzw. zwischen kurzfristigen oder langfristigen Schutzmaßnahmen. Hinzu kommen weitere Aspekte wie Sicherheit (z.B. Zugangsbeschrängung) und Kosten (einmalig vs. wiederkehrend) usw.

Für die Arbeit sind kollektive permanente Schutzmaßnahmen (z.B. Geländer) oft die einfachste und sicherste Lösung. Sie sind aber oft aus baulichen oder kostentechnischen Gründen nicht möglich, da Kosten und Nutzen in keinem angemessenen Verhältnis stehen.

Temporäre Lösungen haben den Vorteil, daß sie vom Bauwerk wieder entfernt werden können und preisgünstig sind. Dagegen verursacht die Anmietung von Ausrüstung und deren Aufbau immer wiederkehrenden Aufwand. Zudem besteht die Gefahr, daß während des Aufbaus Unfälle geschehen oder daß Aufbaufehler gemacht werden.

Permanente individuelle Schutzmaßmaßnahmen gegen Absturz, wie die Steigschutzsysteme von Söll, haben den Vorteil, daß sie für den eingewiesenen Benutzer ein großes Maß an Sicherheit bieten und -einmal installiert- jederzeit verfügbar sind.


Horizontale Anschlageinrichtungen: Wo liegen die Unterschiede?

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