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Olympiastadion Athen

Projekt Absturzsicherung Olympiastadion Athen

Der Olympia-Sportkomplex Athen wurde nach einem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava für die Olympischen Spiele teilweise neu errichtet.
Der Komplex liegt im Athener Vorort Maroussi, 10 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums und 14,5 Kilometer vom Olympischen Dorf entfernt. Zu den fünf Wettkampfstätten gehört auch das Olympiastadion „Spyridon Louis". Das Stadion wurde bereits 1980 erbaut und diente schon vor den Olympischen Spielen als Austragungsort von Großereignissen.

Der Umbau

Das Stadion wurde im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2004 für 156 Millionen Euro umgebaut. Im Zuge dieses Umbaus erhielt es ein 17.000 Tonnen schweres Glasdach. Das mit 25.000 m² größte Glasdach der Welt wurde kurz vor der offiziellen Wiedereröffnung am 30. Juli 2004 fertiggestellt und bedeckt insgesamt 95% der Sitzplätze. Die Bögen der Dachkonstruktion haben eine Länge von jeweils 304 m sowie an ihrer Mitte eine Maximalhöhe von 72 m. Betrug die Zuschauerkapazität vor den Modernisierungsarbeiten noch 74.767, wird sie heute mit 71.030 Sitzplätzen angegeben.
Während der Olympischen Spiele fanden hier neben der Eröffnungs- und der Schlussfeier, die Leichtathletik-Wettkämpfe sowie das Endspiel des Fußballturniers der Männer statt.

Für Wartungsarbeiten vor allem an den Scheinwerfern mußte das Dach sicher begehbar sein. Über mehrere Luken nahe der Dachmitte gelangt das Servicepersonal über Laufstege zu den am Dachrand angebrachten Lichtquellen. Da wegen der Wölbung des Daches nicht nur an den Rändern Absturzgefahr besteht, sondern auch Abrutschgefahr an den Wegen fern der Absturzkante, entschieden sich die Betreiber zur Installation einer Absturzsicherung.
Aufgrund der einmaligen Gebäudearchitektur war eine unauffällige Lösung gefragt. Die Befestigungsmöglichkeiten für das Absturzsicherungssystem waren begrenzt und es galt lange Wegstrecken abzusichern. So fiel die Wahl auf Xenon von Söll.

Das Dach während der Bauarbeiten

Angeboten und geplant wurde die Xenon Anschlageinrichtung von ACTIVE POINT S.A., aufgebaut und installiert wurde sie im Juni 2004 von NO LIMITS, Spezialisten auf dem Gebiet Höhenarbeiten.

Auf beiden Dachhälften wurden jeweils 8-9 Kabelsysteme mit einer Gesamtlänge von über 2.600 Metern verbaut. Die Träger der Gitterroste erwiesen sich als geeignet zur Anbringung der End- und Zwischenhalter. Der an einigen Stellen verwinkelten Struktur der Laufstege konnte mittels Xenon-Kurvenhaltern problemlos gefolgt werden.
Die Benutzer tragen einen Auffanggurt und sind durch ein Verbindungsmittel (Länge 2-3 m) mit dem Xenon-Läufer auf dem Stahlseil verbunden. Der Xenon-Läufer kann durch einen Öffnungsmechanismus überall vom Seil entnommen werden. Damit ist ein einfacher Wechsel von einem System zum nächsten möglich.
Innerhalb von 3-4 Wochen konnten alle Arbeiten pünktlich zur Eröffnung der Spiele abgeschlossen werden.

Projektbericht: Xenon am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

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